Thermische Solaranlagen | Planung

Ihr Fahrplan zur Sonne...

Thermische Solaranlagen erfordern eine sorgfältige Planung. Insbesondere gilt es die Möglichkeiten und Grenzen der solaren Energiegewinnung für Heizung und Trinkwasser auszuloten, mithin eine dem Wärmebedarf sowie den baulichen Gegebenheiten angemessene Lösung zu finden.

1. Erstellung eines Konzepts | Datenerhebung

Bei der Planung und Dimesionierung einer Solarthermieanlage sind nicht allein technische, sondern auch wirtschaftliche Aspekte von besonderem Interesse.

Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse sollen alle entscheidungsrelevanten Daten im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten und BAFA-Fördermöglichkeiten erhoben werden.

Konzepterstellung

Hier steht die Art der gewünschten Nutzung im Focus der Betrachtungen. Welches Anlagenkonzept ist realisierbar? Ist ein Blitzschutz vorgesehen? Muss eine bestehende Blitzschutzanlage berücksichtigt werden? Welche Art der Leistung muss hierfür erbracht werden? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welche Kosten fallen an?

Sofern Ihre Wünsche und Erfordernisse nicht deutlich vom Standard abweichen (eher selten), kommen u.U. vormontierte Systeme, sogenannte Solarpakete, in Betracht, die individuell angepasst werden können und i.d.R. auch preisgünstiger sind.

Einen ersten Eindruck von Art und Umfang Ihres geplanten Projekts vermitteln Sie uns, indem Sie den Fragebogen unter Solar-Angebotsservice ausfüllen. Auf Basis dieser Daten können wir in den meisten Fällen bereits eine ungefähre Einschätzung der Kosten vornehmen.

Datenerhebung

I.d.R. ist für die Erhebung genauer Daten und zur Erstellung eines verbindlichen Angebotes ein Termin vor Ort unumgänglich. Neben der Feststellung Ihres individuellen Wärmebedarfs gehören hierzu die Bestimmung der Kollektorfeldgröße bzw. der Anzahl der Solarkollektoren sowie Festlegungen zum Speichervolumen und der Nachheizungsanbindung.

Besondere Aufmersamkeit gilt der Dimensionierung resp. Optimierung des Systems, es können hierbei unterschiedliche Strategien verfolgt werden.

Optimierung der Verbrauchsdeckung

Die Solarkollektorfläche wird so dimensioniert, dass auch bei geringer Einstrahlung der Energiebedarf weitest gehend gedeckt werden kann. Eine solche Anlage ist in der Regel überdimensioniert. Folge sind nicht nutzbare Überschüsse in den Sommermonaten.

Optimierung des Kollektorertrages

Diese Strategie verfolgt ein umgekehrtes Ziel, die Vermeidung von Überschüssen. Die gesamte von den Solarkollektoren zur Vefügung gestellte Energie soll genutzt werden (= hoher Kollektorwirkungsgrad). Tendenziell führt dies zu relativ kleineren Kollektorflächen und zu geringeren Investitionskosten. Anlagen dieses Typs erfordern allerdings häufiger die Zuführung von Fremdenergie.

Strategie der Bedarfs-/Kostenoptimierung

Diese Strategie der Anlagenauslegung stellt einen Kompromiss aus den beiden vorgenannten Konzepten dar, angestrebt wird hierbei eine nahezu vollständige Deckung des Energiebedarfs während der Sommermonate bei Inkaufnahme moderater Überschüsse. Es ist das am häufigsten angewandte Prinzip im häuslichen Bereich.

2. Lieferung | Montage

Die in der Planungsphase (1) gewonnenen Erkenntnisse werden nun umgesetzt. Sollten bestimmte Hilfsmittel, beispielsweise Gerüst, Dachaufzug, Hebebühne, Kran etc. erforderlich sein, kümmern wir uns selbstverständlich um deren Bereitstellung.

Dass wir unsere Leistungen gemäß den "Regeln der Technik zur Montage auf Dächern" erbringen, erachten wir als so selbstverständlich, dass wir es hier nur aus Gründen der Vollständigkeit erwähnen wollen.

Herstellerunabhängig verwenden wir ausschließlich hochwertige Produkte und Materialien namhafter Hersteller. Als renommierter Fachbetrieb verstehen wir unser Handwerk.

3. Inbetriebnahme | Einweisung

Nach Abschluss der Montagearbeiten bestätigen wir die sach- und fachgerechte Installation sowie die Inbetriebnahme des Systems (wichtig für Förderanträge) und machen Sie mit der Funktionsweise des Systems vertraut.

Zusätzlich können perspektivische Maßnahmen hinsichtlich der Wartung und der durchzuführenden Routinekontrollen erörtert werden.

4. Service | Wartung des Systems

Grundsätzlich erfordern Solaranlagen einen nur geringen Wartungsaufwand. Allerdings kann es kurz nach der Inbetriebnahme zu einem Druckabfall kommen, der zumeist auf Lufteinschlüsse im Solarkreis zurückzuführen ist. Nochmaliges Nachfüllen von Solarflüssigkeit bei gleichzeitiger Druckerhöhung schafft hier Abhilfe.

Es sollten, je nach Absprache, Wartungsintervalle bzw. Funktionsprüfungen im Abstand von etwa zwei Jahren vereinbart werden, so dass ein störungsfreier Betrieb des Systems gewährleistet werden kann.