Solaranlagen | Photovoltaik

Solaranlagen zur Stromerzeugung

Photovoltaik-Anlagen erzeugen in Deutschland über 4 Terawattstunden Strom pro Jahr und sparen dabei mehrere Millionen Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid ein.

Die Energie der Sonne steht flächendeckend, überreichlich und obendrein kostenlos zur Verfügung. Eine Versorgungsstruktur, die die Kraft der Sonne nutzt, unterscheidet sich grundsätzlich von der Energieversorgung durch fossile oder gar atomare Großanlagen. Im Unterschied zu konventionellen Großkraftwerken, die den elektrischen Strom zentral produzieren und über große Entfernungen zum Konsumenten transportieren, erzeugen photovoltaische Anlagen die Energie dort, wo sie benötigt wird.

Rahmenbedingungen für die Photovoltaik

Die Entwicklung der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovolltaik, basiert in erster Linie auf einem politisch geschaffenen Markt. Maßgeblich für den rapiden Ausbau der Photovoltaik im letzten Jahrzehnt ist das 2000 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das in erster Linie auf den Strommarkt zielt.

Kernpunkt des EEG sind feste Einspeisevergütungen für elektrischen Strom aus erneuerbaren Energien über einen bestimmten Zeitraum, im Regelfall 20 Jahre, womit ein hohes Maß an Investitions- und Planungssicherheit für die Betreiber von photovoltaischen Anlagen geschaffen wird.

Ökonomische und ökologische Erwägungen

Die extensive Nutzung fossiler Energien gleicht einer Einbahnstraße, sie schmelzen unweigerlich und unwiederbringlich dahin. Darüber hinaus ist vorhersehbar, dass sie sich, den Gesetzen des Marktes folgend, zwangsläufig verteuern, je mehr sie durch Verbrauch erschöpft werden.

In der öffentlichen geführten Energiediskussion nehmen vor allem wirtschaftliche Gesichtspunkte eine zentrale Stellung ein, mit dem Ergebnis, dass zumeist die Kosten der "Erneuerbaren" als deren Hauptnachteil benannt werden. Weitaus weniger vehement findet der Umstand Erwähnung, dass, unter dem Blickwinkel der so oft bemühten Nachhaltigkeit, die Marktpreise konventioneller Energien keinesfalls ihren volkswirtschaftlichen Kosten gerecht werden.

Würden konsequent alle Folgekosten der konventionellen Energiegewinnung, wie Umweltschäden, die noch ungelöste und wohl auch unlösbare Atommüll-Endlagerproblematik, Unfallrisiken etc. in den Marktpreis einbezogen, so müssten die "realen" Energiepreise um einiges höher angesetzt werden. Insofern entpuppt sich der Kosten-Vorteil der "Konventionellen" nur als ein vermeintlicher.

Umgekehrt steht allerdings zu erwarten, dass technische Weiterentwicklungen, beispielsweise in der Dünnschichttechnologie sowie steigende Fertigungsstückzahlen in der Produktion von Solarzellen künftig kostensenkend auswirken.

Wirtschaftliche und energetische Amortisation

Auch wenn künftige Kostenentwicklungen von vielen verschiedenen Faktoren abhängig sind, und sich demzufolge einer genauen Prognose entziehen, so kann doch mittel- bis langfristig davon ausgegangen werden, dass die Nutzung der Photovoltaik die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit auch ohne staatliche Fördermittel (EEG) überschreiten wird.

Derzeit beträgt, in Abhängigkeit von der Einspeisevergütung, die monetäre Amortisationszeit, also die Zeitspanne bis die Anschaffungskosten einer photovoltaischen Anlage durch ihre Erträge erwirtschaftet worden sind, etwa 10 bis 12 Jahre.

Energetisch haben sich heutige Solaranlagen im Durchschnitt bereits nach 3 bis 5 Jahren amortisiert, d.h. sie haben in dieser Zeitspanne die Energie, welche für ihre Herstellung verbraucht wurde selbst produziert. Bei einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren, liefert eine photovoltaische Anlage somit für einen sehr langen Zeitraum elektrischen Strom, der das Prädikat "sauber" auch zu Recht trägt.